Raus in die Natur. Rein ins Erlebnis

16.06.2019 Fahrradtour Ommerberg

  • Sonntag Morgen, 10 Uhr. Eine kleine Truppe (5) wild entschlossener Radfahrer steht auf dem Marktplatz in Lindlar und palavert. Harald gibt letzte Anweisungen: nach Eichholz, dann nach Hohkeppel, dort 2 weitere Teilnehmer (Ludwig und Cilly) aufgabeln, nach Schmitzhöhe, nach Linde und wieder nach Lindlar zurück. 30 km sollten es ingesamt sein.

    Eichholz? Bin ich da nicht eben bei der Anfahrt noch durchgekommen? Klar. Also zurück zum etwa höher liegenden Teilort von Lindlar. Dass man steigen muss, ist normal: von Lindlar aus kann man in kaum einer Richtung das Steigen vermeiden.

    Von Eichholz aus führte Harald die Gruppe über Voßbruch nach Holz. Hier wechselte die kleine Straße in einen Waldweg, zunächst ohne Probleme befahrbar. Dann zeigten sich aber doch Stellen, an denen die Nässe der vergangenen Wochen durchgeschlagen hatte. Man musste auf dem rutschigen Boden sehr vorsichtig fahren. Als wir aus dem Wald heraus kamen, bot sich uns eine phantastische Aussicht über Rhein-Berg dar.
     
    Hohkeppel: Ludwig und Cilly stießen zur Gruppe. Den "versteckten" Schnaps boten die beiden zwar an, aber so früh in der Tour wollte niemand trinken. Das war auch gut so, denn von Hohkeppel aus gab es eine halsbrecherische Abfahrt hinunter ins Lennefe-Tal.

    Ein kleines Stückchen verlief nun über die bequeme Landstraße im Tal, dann zeigte Harald an, dass wir rechts abbiegen sollten.

    Das nächste Ziel war Schmitzhöhe. Mein lieber Vater - die Steigung hatte es in sich. Da musste selbst ich, der gewöhnlich nur mit Eco-Unterstützung fährt, zum Turbo greifen. Da freute sich der Akku, dass er endlich mal wieder richtig was zu tun bekam.

    Wieder ging es steil bergab, diesmal ins Sülztal. Wir durchquerten Hommerich und Hausgrund und bogen dann ins Kaltenbachtal ab. Natürlich ging es gleich wieder bergauf nach Reudenbach, dann schien die Tour gemütlich über die Landstraße weiter zu verlaufen.

    Doch das war nicht in Haralds Sinn: Kurz vor Unterbersten bog er rechts ab auf einen Schotterweg, der uns steil hinunter nach Müllersommer führte. Gleich im Anschluss daran - wir ahnen es bereits - stieg die Straße wieder an nach Linde.

    An einem Baum - vermutlich einer Linde - an der Kirche in Linde gab es erstmal eine verdiente Rast. Die Laune war trotz der Anstrengungen ausgesprochen gut. 

    Der weitere Weg war nun einfach: Wieder herunter ins Sülztal, dann auf der alten Bahntrasse nach Lindlar zurück. Aber nicht zum Marktplatz? Nanu - warum denn das nicht?

    Des Rätsels Lösung war Rosi, die an Schwennekes Wohnmobil stand und selbstgebackenen Kuchen mit Sahne und frischen Kaffee ausschenkte. Nochmals vielen Dank für die Köstlichkeit, Rosi!

    Das war das Ziel der Rundtour. Vor lauter Begeisterung habe ich vergessen, Harald offiziell zu danken. Das hole ich hiermit schriftlich nach: Vielen Dank, Harald, für eine tolle Tour!