Raus in die Natur. Rein ins Erlebnis

Das Höhlloch oder das Höllloch.....

30.06.2019 Höhlloch Titelbild
30.06.2019 Höhlloch Titelbild

Juni 2019, 10 Uhr morgens: Der Stern sendet glühende Strahlen auf Marienheide. Trotzdem steht ein kleines Grüppchen von 8 Unentwegten auf dem Parkplatz am Bahnhof und harrt der Dinge, die da kommen sollen. Um 10 Uhr 10 - Nina hatte von Berufs wegen etwas Verspätung - trabten die Todesmutigen unter Norberts und Reginas erfahrener Führung los.

Der Heilteich war das erste Highlight (oder Heillight?) In seinen braunen Fluten, so will es die Marienheider Legende, schlummern von alters her ungewöhnliche Heilkräfte.

30.06.2019 Höhlloch Heilteich.jpg Wir ließen sie weiter schlafen: die Farbe des Wassers ließ darauf schließen, dass man die Heilkräfte nach einem eventuellen Bad auch bitter nötig hätte.

Die nächste Station - zugleich der erste Rastpunkt - war in Marienheide-Winkel erreicht. Die St.-Hubertus-Kapelle bot Schatten und Kultur. Hier die Informationen aus Wikipedia:
Seit dem 6. November 1999 existiert auf einer nahen Bergkuppe oberhalb der Hofschaft die St.-Hubertus-Kapelle. Sie wurde, da am Waldrand gelegen, nach dem Schutzpatron der Jagd und der Natur benannt. Recht provisorisch waren früher die traditionellen Maiandachten in einer Garage abgehalten worden, bis man eines Tages auf die Idee kam, eine eigene Kapelle zu schaffen. Diese wurde dann von den Dorfbewohnern in Eigenhilfe errichtet. Die Bauzeit betrug nur fünf Monate. Das Grundstück, die Feldsteine, die schmiedeeisernen Gitter, das Turmkreuz mit Hahn, die Glocke, das Hubertus-Fresko und die Madonna wurden von einzelnen Aktiven gespendet oder gefertigt. Ehemalige Bodenplatten aus der Marienheider Wallfahrtskirche fanden ebenfalls Verwendung. Mindestens einmal im Jahr findet dort ein Gottesdienst statt. Zur Unterhaltung des Gebäudes wurde ein Förderverein gegründet.

Über heißen Asphalt, aber auch auf schattigen Pfädchen - Norbert hatte alles unter Aufbietung seines Lebens per Fahrrad erkundet - erreichten wir das Höllloch, auch Höhlloch oder Hüllloch genannt.

30.06.2019 Höhlloch Das Höllloch.jpg 
Eine Tafel, die dringender Erneuerung bedarf, informierte uns darüber, dass hier ein durchaus beachtenswertes Höhlensystem existiert. Hierzu findet man auf 
unser-stadtplan.de/stadtplan/marienheide/kartenstartpunkt/stadtplan-marienheide.map diese Angaben:
Hülloch: Kalksteinhöhle in der Nähe von Marienheide-Winkel auf dem Schieferstein (365 m hoch), abgelegen im Wald (N 51° 04.206, E 7° 30.375), Infotafel der Gemeinde Marienheide vom Mai 1973 am Höhleneingang:Naturdenkmal „Hülloch“ (auch Höhlloch)„ Alte Bücher und Schriften berichten von einem unterirdischen Gang zum Kloster Marienheide und nach Schloss Gimborn. Diese Berichte dürften der Legende zuzurechnen sein: Sie wurden durch fachmännische Untersuchungen im Dezember 1972 nicht bestätigt.
Ausmaß der Höhle:
Eingangshalle 15 × 12 m
Gänge insgesamt 25 m
Tiefster Punkt 7 m unter dem Niveau des Eingangs.
Im Dreißigjährigen Krieg diente die Höhle als Zufluchtsstätte der umliegenden Einwohner vor umherziehenden Banden. Interessant und neu ist die Feststellung, dass in diesem Gebiet in großem Umfang Kalkabgrabungen vorgenommen wurden. Der Fund von glasierten Steinen weist auf frühere Kalkbrennöfen hin. 

In der Höhle liegt oder lag ein Geocache. Mit Rücksicht auf den Schönheitschlaf der Fledermäuse verzichteten wir darauf, ihn zu suchen.

Bald darauf erreichten wir die Gaststätte Potthoff in Jedinghagen.

30.06.2019 Höhlloch Potthoff1.jpg 30.06.2019 Höhlloch Potthoff2.jpg

Im Schatten und doch draußen wurden wir mit kalten Getränken und Eis verwöhnt. Norbert entdeckte die ungewöhnliche und nachahmenswerte Abfalltrennung, die im Bild bewundert werden kann. 

30.06.2019 Höhlloch Toilettenbeschriftung.jpg (Das Bild bitte vergrössern)

Von hier aus hätten wir per Auto oder Taxi leicht wieder an den Start kommen können. Aber der McEhrgeiz hatte uns gepackt: Auf Schusters Rappen waren wir gekommen, auf Schusters Rappen wollten wir auch wieder gehen.

Möglicherweise hat der eine oder andere Teilnehmer auf dem nächsten halben Kilometer etwas wehmütig an den ausgeschlagenen Komfort gedacht: Der Aufstieg erforderte die gesamte Energie der kühnen Truppe. Auf 460 Meter Länge gewannen wir 150 Meter Höhe. Zum Glück funktionierte das Kühlsystem bei allen Beteiligten - und so erreichten alle wohlbehalten knapp 4 Stunden nach dem Start das Ziel am Bahnhof in Marienheide. Für Helga, die mit dem Zug von Köln angereist war, war es genau passend für die Rückreise.
Vielen Dank, Regina und Norbert, für die geniale Führung und die spannende Tour!

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