Raus in die Natur. Rein ins Erlebnis

07.04.19 Auf zur Neye-Talsperre

7.4.2019 Von Wipperfürth zur Neyetalsperre

Seltsame Begebenheit am Rande: Der Autor, der sich in Wipperfürth nicht auskannte, kam mit Hilfe seines Navis am Beginn der Wupperstraße an, sah den großen Parkplatz rechts und erkannte mit geübtem Auge sofort eine größere Anzahl Wanderer, die abmarschbereit um ihre Wagen herum standen. „Ah – dort wird gestartet“, war sein blitzschneller Schluss. Er parkte den Wagen, trat zu den anderen Wanderern, gab allen artig die Hand, wunderte sich etwas, dass er niemanden kannte und antwortete auf die Frage, woher er den komme, selbstbewusst: „Ich bin euer zweiter Vorsitzender.“

„Ach – ich dachte, das wäre ich“, gab die Dame zur Antwort, die ihm bereits die Wandererliste hingereicht hatte. Schließlich klärte sich die seltsame Situation auf: Es handelte sich um eine Gruppe des SGV Wipperfürth, die zufällig zur selben Zeit von fast der selben Stelle aus starten wollte. Der Autor hatte es plötzlich sehr eilig, in die Wupperstraße hinein zu kommen, wo er dann auch die alte Drahtzieherei fast sofort fand.

Hier startete dann auch die richtige Truppe des SGV Lindlar – und es gab fast nur bekannte Gesichter. Marita Holz (offiziell) und Siggi (in Wirklichkeit) führten die Wanderer nach Nordosten. Bei Harhausen musste die Hönnige auf einem abenteuerlichen Steg überquert werden. Auf dem Rücken zwischen Niederwipper und Hönnige erwartete die Truppe ein herrliches Panorama.

Kurz vor Dievesherweg ging es wieder ins Tal hinunter nach Biesenbach und über den nächsten Höhenzug zur Scheveninger Talsperre, die auch Silbersee genannt wird.

Der hübsche kleine See wurde fast ganz umrundet, bevor erneut ein Höhenzug überwunden werden musste. Damit war ein Arm der Neyetalsperre erreicht. Siggis Adleraugen erspähten auf dem Pfahl einer Sperrschranke ein schwarzes Etui. Darin befand sich ein funkelnagelneues Smartphone. Mit vereinten Kräften machten wir die Besitzerin ausfindig. Sie hatte sich die Jacke ausgezogen, das Handy derweil auf den Pfahl gelegt und es anschließend vergessen. Siggi und Marita vereinbarten ein Treffen an der alten Drahtzieherei.

Der Weg verlief nicht lang am Wasser. Bald schon ging es links wieder hinauf auf den langgezogenen Bergrücken, der schon zuvor überquert wurde. Für längere Zeit blieb die Truppe nun oben, bis es schließlich links hinab zurück nach Harhausen und nach Wipperfürth ging.

Vielen Dank für die gut ausgesuchte und geführte Wanderung!